Die 7 Dresdner Weihnachtsmärkte

Es ist kurz vor Weihnachten, die Kinder sind bei der Tante und wir haben ein ganzes Wochenende keine sonstigen Verpflichtungen… also wird das dritte Adventswochenende dieses Jahr in Dresden verbracht! Die Stadt bietet zwar noch keinen Schnee aber dafür sehr viele, nah bei einander liegende Weihnachtsmärkte an. Recht zeitig – zur Mittagszeit – gehen wir zum Altmarkt und starten mit dem wohl bekanntesten aller Dresdner Weihnachtsmärkte.

581. Dresdner Striezelmarkt

Williams Christ Punsch & Grünkohl mit Knacker

581. Striezelmarkt

581. Striezelmarkt

 

Bereits um diese Zeit ist der Weihnachtsmarkt brechend voll und am Riesenrad heißt es Schlange stehen. Der Ausblick während der recht kurzen Runde entschädigt jedoch für Alles. Wieder im Getümmel findet man recht abwechslungsreiche Angebote an typischen Weihnachtsmarktständen, von Klimbim über Lebkuchen und Schnitzereien bis zu einem der größten Hamburger die ich je sah. Sehenswert sind auch das Bühnenprogramm für die Kleinen und die wohl größte erzgebirgische Stufenpyramide der Welt. Sehr schön war auch die nicht ganz alltägliche aber schön anzusehende Krippe unter dem Weihnachtsbaum.

 

Advent auf dem Neumarkt

Glühwein & Baumstriezel mit Zimt

Zwischen Striezelmarkt und Frauenkirche befindet sich der Neumarkt mit einem etwas rustikalerem und wesentlich angenehmeren Weihnachtsmarkt. Handwerk und Kunst sind Thema des Marktes und zeitlich geht es dabei in etwa bis ins 19. Jahrhundert zurück. Drechsler, Puppenbauer und Filzmacher lassen sich bei der Arbeit beobachten. Absoluter Höhepunkt für anwesende Kinder ist ein handbetriebenes, sehr altertümliches Kettenkarussell.

Mittelalter-Weihnacht im Stallhof

Glühwein & Knoblauchbrot

Sehr schön und zeitlich noch etwas weiter zurück findet man im Stallhof des Residenzschlosses einen weiteren Weihnachtsmarkt. Hier herrschen buntes Treiben, Gaukelei und mittelalterliche Klänge vor. Man kann den Schmied bei seiner Arbeit beobachten und gefertigte Rüstungen erstehen. Ebenso werden kuschelweiche Felle, hölzerner Schmuck und allerlei Köstliches dargeboten. Der Markt lohnt sich jedoch schon allein des Ambiente wegens, die Buden sind nicht alltäglich, es existiert eine richtige Taverne und alles innerhalb dieses kunstvollen Bauwerks. Neben dem Neumarkt steht dieser Weihnachtsmarkt ganz oben auf der Liste der Weihnachtsmärkte Dresdens die man gesehen haben sollte.

Münzgasse

Cocktail “Kill Bill 2” & Tapas

Weihnachtsmärkte dieser Art lassen sich sicher in jeder größeren Stadt finden. Bratwurst, Glühweinbuden und kandierte Mandeln reihen sich an einander. Der Ausblick über den Markt und die alten Gebäude vom oberen Teil der Münzgasse aus, ist allerdings ein Foto wert. Zu Weihnachtsmarktzeiten befinden sich in zweiter Reihe zahlreiche Restaurant die auch zum Aufwärmen¹ einladen.

¹ Der Tapasladen da, ist – meiner bescheidenen Meinung nach – vollkommen überteuert

Augustusmarkt

Krambambuli & Pulled Pork

Zu Fuß geht es nun über die Augustbrücke zum Goldenen Reiter. Hier beginnt der Weihnachtsmarkt entlang der Hauptstraße. Dieser Markt ist ebenfalls absolut überfüllt und wie kleine Entlein bewegt man sich entlang der aufgestellten Pavillionzelte. Dieser Weihnachtsmarkt kann jedem empfohlen werden, der gerne, viel und abwechslungsreich isst. Afrikanische Suppen, russische Küche und selbst Insekten stehen hier auf dem Speiseplan. Die Baumstriezel heissen hier Trdelník und es gibt Glühwein in allen Variationen (“kannste einpackn Berlin, mit deinem ollen Einheitsjebräu”)

Prager Strasse

Feuerzangenbowle & Bratwurst

Die Prager Strasse ist wohl die Shopping-Center-Einkaufsmeile der Stadt und dementsprechend reihen sich auch beliebige, wiederholende Stände aneinander (“Niemand mag Socken zu Weihnachten”). Nett war die Feuerzangebowle mit Mini-Zuckerhut in der Tasse. Weniger nett war die HältstDuNichtAus_HeleneFischerAnJederEcke-Beschallung. Infolgedessen ging es dann erst einmal ins Bett und am nächsten Tag ruhig und beschaulich in Richtung Elbhänge.

Loschwitzer Weihnachtsmarkt

Holunder-Apfel-Glühwein & Mandelstollen

Etwas außerhalb und dennoch zu empfehlen ist der Weihnachtsmarkt in Loschwitz. Zwischen alten Fachwerkhäusern bieten ortsansässige Künstler, Goldschmiede und DaWanda-Belieferer ihre Erzeugnisse an. Es ist ein wenig teuerer als in der Stadt aber hier wird die Bratwurst noch frisch auf den Grill gelegt und man kann in netter Heimatatmosphäre mit den Einwohnern ins Gespräch kommen. Im Kaffee an der Ecke gibt es auch lecker Stollen und wer etwas Zeit mitbringt und sich für Eisenbahnen interessiert kann nicht weit entfernt die Dresdner Bergbahnen aufsuchen.

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